Chronik der Musikkapelle Betzigau e.V.

Am 03. September 1819 wurde in Betzigau Michael Leuterer geboren. Leuterer war von Beruf Drechsler, hatte aber nebenbei noch eine kleine Landwirtschaft. Er bewohnte das Anwesen Nr. 28,5 das im Jahre 1856 abgebrannt ist. Er baute sein Wohnhaus an das Wirtschaftsgebäude im „Weiher" und verkaufte - laut Urkunde des Notars Kraft in Kempten - am 03. Juli 1877 sein Anwesen an Roman und Theresia Eiband, (heute Gantar). Dieser Michael Leuterer gründete in Betzigau eine kleine Musikkapelle und war deren Dirigent. Das Gründungsjahr ist nicht genau zu erfahren, doch im Jahre 1851 sind folgende Musiker überliefert: 

Michael Leuterer, Klarinette, Johann Ev. Eiband von Kaisersmad, er blies im Kirchenchor Klarinette und bei der Musikkapelle das Stopphorn, Anton Spieß, Bass, Sebastian Stocker, der aus Simmerberg stammte, spielte Flügelhorn und Stopphorn, Georg Haibel, Basstrompete, Johann Völk, Piston. Diese Männer vertraten die musikalischen Belange der Gemeinde laut Überlieferung auch auswärts, sogar bis nach Sonthofen. Durch weitere Ausbildung von Zöglingen war die Kapelle immer in der Lage, den musikalischen Anforderungen der damaligen Zeit gerecht zu werden. 

Nach dem Wegzug Leuterers, leitete Johann Völk die Kapelle. Eine neue Ära der Kapelle begann im Jahre 1884, als Cosmas Würth aus seiner aktiven Dienstzeit, die er beim Musikchor des damaligen I. Jägerbataillons ableistete, entlassen wurde. Cosmas Würth war sehr musikalisch. 

Im Kirchenchor sang er Bass und im Orchester spielte er die Violine. Volle 35 Jahre versah er das Amt des Dirigenten unserer Kapelle. In seiner Zeit tobte der I. Weltkrieg und viele Musiker wurden zu den Waffen gerufen. 

Im Jahre 1919 übernahm Alois Traut aus Wieseris den Dirigentenstab. Die Auswirkungen des Weltkrieges hatten die aktiven Musiker auf 7 zusammenschmelzen lassen. Noch in diesem Jahre wurden 9 Nachwuchsmusiker ausgebildet. Alois Traut war Schüler von Würth und seine musikalische Begabung war so groß, dass er zur Militärmusik kam. 1904-1906 war er aktiver Musiker der Fußartillerie Regimentsmusik in Ingolstadt. Im Kirchenchor spielte er noch bis 1945 die I. Violine. In dieser Zeit setzte sich im ganzen Land die B-Stimmung durch. Diese Umstellung wollten die älteren Musiker nicht mehr mitmachen und Alois Traut legte den Dirigentenstab 1926 nieder. Mit ihm schieden alle älteren Musikanten aus, nur Johann Bechteler machte die Ausnahme und musizierte mit 20 neu in die Kapelle eingetretenen Jungmusikern weiter. Erich Schneider wurde als Dirigent verpflichtet. 

Er war 12 Jahre Militärmusiker und war nach seiner Ausscheidung aus dem Militärdienst bei der Eisenbahn beschäftigt. In kurzer Zeit brachte er seine jungen Musikanten auf beachtliche Höhe. Das Jahr 1928 wurde zu einem musikalischen Ereignis, durch das in Betzigau stattfindende Musikfest am 21. und 22. Juli, verbunden mit Wertungsspiel und Massenchor, wo ca. 220 Musiker teilnahmen. Am Nachmittag bewegte sich ein farbenfroher Festzug mit Festwagen durch das Dorf Betzigau. Der Klangkörper unter Erich Schneider wurde auf eine beachtliche Höhe gebracht. 

Auf seinen Antrag hin wurde die Musikkapelle Betzigau zugleich die Kreiskapelle der NSDAP Kempten Land. In dieser Zeit hatte die Kapelle sehr viele Auftritte, sogar bei den Reichsparteitagen in Nürnberg. 

Im Jahre 1938 verließ Schneider die Kapelle und starb bereits 1939 in Innsbruck. Martin Härle wurde als Dirigent bestimmt und die Kapelle nannte sich wieder Musikkapelle Betzigau. 

Als 1939 der II. Weltkrieg ausbrach, wurden 17 aktive Musiker zu den Waffen einberufen. Bei den Trauerfeiern der gefallenen Soldaten mussten oft aus Nachbargemeinden Aushilfen geholt werden, um spielfähig zu sein. Sechs aktive Musiker verloren in den Schlachtfeldern ihr Leben. Im Jahre 1945 wagten heimgekehrte und ältere Musiker einen neuen Anfang. Kurt Mandler war Militärmusiker und nach dem Krieg zog er in den Heimatort seiner Frau, nach Betzigau. 

Er wurde Dirigent und sofort begann er mit der Ausbildung von 9 Jungmusikern und in den weiteren Jahren kamen noch mehrere dazu. Mit dem Flüchtlingsstrom kamen viele Menschen aus dem Sudetenland nach Betzigau, so auch Ernst Höfer, der von Beruf Klarinettist war, die Musikakademie in Prag besuchte und seit 1948 in der Kapelle mitspielte. 1950 wurde er zum Dirigenten der Musikkapelle bestellt. Das Jahr 1951 hatte am 26.12. seinen musikalischen Höhepunkt. An diesem Tag feierte die Kapelle ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Festkonzert im festlich geschmückten „Hirschsaal" erschien auch Bundesmusikdirektor Paul Kuen, der langjährige Musiker auszeichnete und auch zu diesem Anlass, den von ihm komponierten Marsch „Unsere Heimat Betzigau“ dirigierte. Um auch wie umliegende Kapellen eine Tracht anschaffen zu können, wurde im Dezember 1953 das Neujahrsblasen eingeführt. Am Ostersonntag 1954 stellte sich die Kapelle anlässlich eines festlichen Konzertes in ihrem neuen Gewand vor. 

1960 verlieh der Allgäu-Schwäbische Musikbund die bronzene Ehrenplakette am weiß-blauen Band für ihr über 100-jähriges Bestehen, anlässlich eines Konzertes. 

Im Dezember 1960 legte Ernst Höfer den Dirigentenstab nieder und der 1. Tenorhornist Josef Holderied übernahm den Taktstock, den er bis 1985 innehatte.

Er widmete sich der Jugendarbeit und in dieser Zeit erreichte der Klangkörper die noch nie erreichte Stärke von 40 Mann. 

1969 bezog die Musikkapelle ihren von der Raiffeisenbank Betzigau überlassenen Proberaum, zuvor wurde 13 Jahre lang in einer ehemaligen Werkstätte im Haus Zeberle geprobt. 

Im Jahre 1972 stellte sich die Musikkapelle in ihrem neuen Gewand vor, das sie bis zum jetzigen Zeitpunkt trägt. 

Bei der Generalversammlung 1976 löste Winfried Bechteler  den 1. Vorstand Herrmann Seiler ab der dieses Amt neun Jahre inne hatte.

Am 06. Mai 1978 wurde der Betzigauer Kapelle die PRO-MUSICA-PLAKETTE im Kaisersaal in Ottobeuren von Ministerialrat Stimmer verliehen. Diese Auszeichnung erhalten nur Kapellen, die über hundert Jahre ohne Unterbrechung spielfähig waren.

 

 

Die Jahre 1982 und 1983 waren  erfolgreiche Jahre für die Musikkapelle Betzigau. Zum einen wurde unter der Leitung von Robert Holderied eine Jugendkapelle gegründet, zum anderen ein Vereinehaus gebaut. Mit der Musikkapelle, Jugendkapelle und einem Pferdefuhrwerk zogen die Musikanten am 10.07.1984 von dem Notproberaum in der Turnhalle durch den Ort in das neue Vereinsheim beim Bahnhof. Im September 1984 wurde das Vereineheim offiziell eingeweiht und die neuen Räume von Musikkapelle, Männerchor, Kirchenchor, Feuerwehr und Landjugend offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Beim Jahreskonzert 1985 übernahm Robert Holderied beide Kapellen als Dirigent. Nach 25 Dirigentenjahren übergab Josef Holderied den Taktstock seinem Neffen Robert und kehrte wieder auf sein 1. Tenorhorn zurück. Die Musikkapelle ist mit der Integration der Jugendkapelle auf 61 Musikantinnen und Musikanten angewachsen. 

Georg Traut und Xaver Brüstle initiierte für diese beachtliche Kapelle eine Spendenaktion für einen Schellenbaum, damit sich die Musikkapelle auch in der Öffentlichkeit, vor allem bei der Marschmusik in voller Pracht zeigen kann. Voller Stolz überreichte Georg Traut am Frühjahrskonzert 1987 den neuen prachtvollen Schellenbaum und Xaver Brüstle wurde unser erster Schellenbaumträger.

1988 nahm die Musikkapelle Betzigau erstmals wieder in der Oberstufe an einem Wertungsspiel teil. Mit den Stücken Rhapsidia Slavia und Grand Prix erreichte die Kapelle auf Anhieb einen 1. Rang mit Auszeichnung.  Dieses großartige Ergebnis wurde ausgiebig gefeiert und dieses Fest in Wildpoldsried ist für viele noch in bester Erinnerung.

Im Jubiläumsjahr 1991 feierte die Musikkapelle ihr 140-jähriges Bestehen. Nach langen Vorbereitungen konnte man dieses Bezirksmusikfest mit einem Galakonzert der Saarländischen Schutzpolizei am 03. Mai eröffnen. An den nächsten zwei Tagen folgten die Wertungsspiele. Das Musikfest selbst wurde vom 11.07. bis 14.07. in einem großen Festzelt gefeiert. Höhepunkt war am Festsonntag ein prachtvoller Umzug mit 40 Kapellen, 30 Fußgruppen und vielen buntgeschmückten Wagen. Das ganze Dorf hatte sich herausgeputzt und kräftig mit angepackt.

Erstmalig wurde in der Geschichte der Kapelle eine CD aufgenommen. Die Musiker trafen sich vom 17.11 bis 20.11. 1992 im Musikheim und das mobile Tonstudio Brutscher aus Biesenhofen nahm dort die Stücke auf. Eine CD mit dem schönen Titel „Wo die Musik erklingt“.

Die Musikkapelle Betzigau war nicht nur national gefragt, sondern auch international. 1993 spielten sie in Kitchener, beim größten Oktoberfest in Kanada. Vom 10. bis 22. Oktober flog die Musikkapelle mit samt ihren Instrumenten über den großen Teich.

Im Juli 1994 wurde die Musikkapelle erstmals für das große Volksfest in Wiesbaden, der „Gibber Kerb“, eingeladen.  Mit viel Musik, Show und Einlagen machten sich die Betzigauer auch 1995 einen großen Namen.  Als wir 1996 mit den „Glocken von Rom“ auftraten war die Stimmung und Begeisterung im Festzelt gigantisch.

1996 hielt die Musikkapelle anstelle der Musikproben  mehrere Standkonzerte in den unterschiedlichen Ortsteilen  von Betzigau ab. 

Ein weiterer Höhepunkt im Musikerjahr 1997 war die 500 Jahr Feier der Brauerei Zötler in Rettenberg. Als Festkapelle durften wir einen Allgäuer Abend im Festzelt gestalten. Das Bier floss und für manchen Musiker endete dieser Abend feuchtfröhlich. 

Nach 22 Jahren legte Winfried Bechteler bei der Generalversammlung 1998  sein Amt nieder. Durch seine Freude und Hingabe zur Musik prägte er die Kapelle in außergewöhnlicher und vorbildlicher Weise. Sein Nachfolger war Hans Hindelang.

Das ganze Jahr 1998 war geprägt von den vielen Terminen wie Bürgerball, Bockbierfest, kirchliche Anlässe, Wertungsspiel, Marschmusikwettbewerb, Leiterberger Fest, Allgäuer Festwoche, Veteranenjahrtag, Jahreskonzert und Weihnachtsmarkt; Zusätzlich spielten wir einen Stimmungsabend in Wildpoldsried, im Festzelt in Hochgreut beim Musikfest, eine Musikantenhochzeit, Open Air am Sportplatz, die Primiz von Klaus Schäfer bei schönstem Wetter, eine Bergmesse in Wiederhofen bei Missen, ein Oktoberfest in der ARI – Kaserne, beim Musikausflug in Bad Lausick unter dem Schmetterlingspavillon und die Feierlichkeiten 500 Jahre Kirche Sankt Afra inklusiv Weckruf um 7:00 Uhr.

1999 wurde anlässlich unseres Bezirksmusikfestes 2001 ein Festausschuss gewählt mit neuer Vorstandschaft. 1. Vorstand Thomas Schäfer

2001 durften wir ein weiteres Bezirksmusikfest feiern. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wurde der Musikkapelle Betzigau die silberne Ehrenplakette verliehen. Fünf Tage lang, vom 04. Bis 08. Juli wurde mit einem großartigen Programm mit dem ganzen Dorf, den Kapellen aus den ASM-Bezirken, vielen Gästen aus Nah und Fern, gefeiert. Viele fleißige Helfer unterstützten die Kapelle bei ihrem Fest. 

Die Musiktracht konnte durch den Erlös des Festes erneuert werden und strahlt in neuer Pracht.

2002 war erfüllt mit vielen alljährlichen Auftritten; Erstmals spielten wir beim Dorffest in Hinterstein und durften miterleben, wie auch bei den Norddeutschen Urlaubern die Allgäuer Blasmusik in ihrer Vielfalt bestens ankam. Besondere Begeisterung war mit unseren Alphörner zu spüren.

Bei der Generalversammlung 2006 gab es eine neue Vorstandschaft. Erich Kiechle löste Thomas Schäfer an der Spitze als 1. Vorstand ab.

Dieses Jahr erspielte sich die Musikkapelle beim Wertungsspiel wieder einmal eine Auszeichnung in der Oberstufe. Erstmals organisierten wir auch ein Sommernachtsfest am Wertstoffhof, das bei bestem Wetter stattfand. Ein neues Musikfoto wurde erstellt. Im September war der Musikausflug zu unserer Partnerkapelle nach Ensheim im Saarland.

Im Jahre 2007 produzierten wir unsere zweite CD mit dem Titel „Freude zur Musik“. Diese CD zeigt die Vielfalt der Betzigauer Musik, integriert mit unserer E-Band und Gesangsduo Linde und Seppi.

Das Jahr 2010 war für unsere Kapelle sehr erfolgreich. Bei den Wertungsspielen in Lenzfried erreichte die Musik in der Oberstufe mit dem Pflichtstück „In 80 Tagen um die Welt“ und dem Selbstwahlstück „Pilatus“wiederum eine Auszeichnung und schnitten als beste Oberstufenkapelle ab. Bei der Urkundenverleihung im Festzelt zeigten wir auch, dass wir nicht nur gute Musik machen können sondern auch beim Feiern spitzenmäßig sind. Viel Freude hatten wir auch als gleich drei unserer Jungmusikanten erfolgreich den Dirigentenkurs absolvierten. Beim Jahreskonzert übergab Robert Holderied nach 25 Dienstjahren seinen Dirigentenstab an seinen Sohn Tobias Holderied und an Christoph Fehrenbach. Beide leiten ab sofort die Musikkapelle.  Julian Wolf ist und war bereits  Dirigent der Jugendkapelle. Viel Applaus gab es beim Konzert.

2011 Besonderer Höhepunkt war die Umrahmung der Primiz von Stefan Berkmüller bei eiskaltem Sauwetter.

Im Jahr 2012 übernahm Rainer Weinhart das Amt des 1. Vorstandes von Erich Kiechle.

Der Ausflug nach Wiesbaden auf die Gibber Kerbe im Jahr 2012 war wieder ein wunderschönes Erlebnis für die ganze Kapelle. Unser Gesangsduo Tobi und Pedl waren bei den Stimmungsabenden kaum mehr zu bremsen. Selbstverständlich kamen auch unsere Einlagen wieder wunderbar beim Publikum an.

Ebenfalls hatten wir 2012 das erste Mal die Möglichkeit nach Göttelfingen auf das Teufelsbockbierfest zu fahren und dieses musikalisch zu gestalten.

2013 nahmen wir erstmal unter neuer Führung bei Wertungsspielen teil. Da in unserer Nachbargemeinde Wildpoldsried wieder das Musikfest stattfand, beteiligten wir uns natürlich wieder in der Oberstufe. Mit dem Dirigenten Tobias Holderied erreichten wir mit dem Pflichtstück „Blue Hole“ und dem Selbstwahlstück „Fiskinatura“ sagenhafte 94 von 100 Punkten und schnitten wiederum als beste Oberstufenkapelle ab. Zugleich qualifizierten wir uns zum Oberstufenwettbewerb des Allgäu –Schwäbischen Musikbundes. Zu diesem Wettbewerb bekamen wir sechs Wochen vor dem Auftritt das brandneue Pflichtstück „ Die Prinzessin“ zugeschickt und mussten uns in Memmingen mit den besten Orchestern des ASM messen.  Nach einem sagenhaften Auftritt schnitten wir mit 428 von 500 Punkten als 8-beste Oberstufenkapelle des gesamten ASM ab. Diese Erfolge wurden auch gebührend gefeiert.

Für unseren Internetauftritt wurde 2014 ein neues Gesamtfoto und Registerfotos erstellt.

Im Rahmen der Neuwahlen 2015 übernahm Martin Hartmann das Amt des 1. Vorstandes.

Als besonderen Höhepunkt umrahmten wir 2015 die Primiz von Pater Ulrich Berkmüller bei nicht schönem „Bergmüllerwetter“. Der Stimmungsabend auf der Allgäuer Festwoche war wieder ein großer Erfolg.

Erstmal konnten wir 2015 im Rahmen des Dorffestes "Kunst am Bach" auf dem Holzplatz der Familie Michler gegenüber des Rathauses zwei kleine Zelte aufstellen, und unsere Gäste mit frischen , selbstgemachten Seelen sowie bestem Bier aus dem Pilswagen und frisch gemixten Cocktails verwöhnen.

2016 konnten wir zum ersten Mal bei der Brauerei Schäffler in Missen zum Grillabend am 8. August aufspielen. Mit unserem Gesangsquartett Doreen, Amelie, Terence und Tobias wurde der Abend ein voller Erfolg. 

Ebenfalls 2016 hatten wir wieder einen internationalen Auftritt bei der Veteranen- und Schützenkompanie in Vils / Österreich. Hier konnten wir mit Unterhaltungs- und Stimmungsmusik das Zelt nach dem großen Schützenumzug begeistern.

 

2017 konnten wir unsere ehemalige Hornistin in Canazei in Südtirol besuchen. Bei der Anreise hatten wir noch die Möglichkeit ein Bergwerk zu besichtigen, bevor uns ein wunderbarer Empfang bei der örtlichen Kapelle erwartete. Beim Festzug ließen wir es uns natürlich auch nicht nehmen die Italiener musikalisch zu unterstützen.

Im Jahr 2018 hatten wir gemeinsam mit anderen Kapellen aus unserem Umkreis die Möglichkeit genutzt und unsere 3. CD aufgenommen. Am 10. November gaben wir hierzu unsere einstudierten Stücke in der Mehrzweckhalle Dietmannsried zum besten.

Das gesamte Jahr 2018 war durch wunderbare Auftritte geprägt. So konnten wir einen Gottesdienst für unsere verstorbenen Musikanten, den Cambodunum Cup in Kempten, das Gautrachtenfest in Haldenwang, die Einweihung der neuen Ortsumfahrung und sogar sage und schreibe vier Musikantenhochzeiten mitgestalten.

2019 hatten wir Anfang Juli wieder die Chance nach Wiesbaden auf die Gibber Kerbe zu fahren und hier als Festkapelle das Bierzelt zu unterhalten. Es war für uns interessant zu sehen, wie sich dieses Fest über die letzten 25 Jahren nach unserem ersten Auftritt im Jahre 1994 entwickelt hat.

Selbstverständlich unterstützen wir 2019 auch unsere Betzigauer Schützenvereine beim großen Schützenumzug anlässlich der Allgäuer Festwoche in Kempten.

Bei unserem Dorffest "Kunst am Bach" 2019 konnten wir erneut auf dem Holzplatz der Familie Michler unseren Teil zu diesem wunderbaren Fest bei bestem Wetter Mitte September beitragen.

 

2020 hatten wir am 15. Februar zum ersten Mal die Möglichkeit gemeinsam mit dem Schützenverein Betzigau das "Faschingstreiben" auszurichten. Hierzu stellten wir auf dem Handerparkplatz ein 30 Meter langes beheiztes Bierzelt auf. Der Ansturm beim Umzug mit 27 Festwägen und anschließend an der Bar im Zelt war einfach nur Wahnsinn. 

Leider ist seit Anfang März 2020 das kulturelle Leben aufgrund der Corana-Pandemie weitestgehend eingeschlafen.

 

© Musikkapelle Betzigau 2020